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Ehrsten und Hümme vorn
HNA-Bericht vom 14.11.08
Preisverleihung beim Regionalentscheid "Unser Dorf hat Zukunft"
Lamerden. Hümme und Ehrsten machten das Rennen im Regionalentscheid des hessischen Wettbewerbs
"Unser Dorf hat Zukunft". Der Wettbewerb findet alle drei Jahre statt. Ausgezeichnet werden Dörfer, die neben einem guten Erscheinungsbild besonders vielfältige Formen des Zusammenlebens und
bürgerschaftliche Aktivitäten vorweisen.
Dabei wird zwischen Orten unterschieden, die im Dorferneuerungsprogramm waren (Gruppe A) und allen anderen (Gruppe B). Unter den 37 teilnehmenden Orts- und Stadtteilen des Landkreises Kassel belegte Hümme
den ersten Platz in der Gruppe A und Ehrsten in der Gruppe B. Sie gehen jetzt in den Landesentscheid. Platz zwei und drei in der Gruppe A gingen an Breuna und den Naumburger Stadtteil Altenstädt. In der Gruppe B kam
Fuldatal-Simmershausen auf den zweiten und Wolfhagen-Wenigenhasungen auf den dritten Platz. Sonderpreise gab es für den Grebensteiner Stadtteil Schachten (Aktion Ferienspiele), für den Liebenauer Stadtteil Lamerden
(Gaststätte und Haus Reining) sowie für Breuna-Niederlistingen (Streuobstpfad).
Mittwochabend fand die Preisverleihung in der alten Dreschhalle in Lamerden statt. Landrat Dr. Udo Schlitzberger überreichte Urkunden an die Teilnehmer. Je 3000, 2000 und 1000 Euro für die Sieger-Orte und
die beiden nachfolgenden Plätze waren bereits überwiesen. Peter Nissen, Abteilungsleiter Dorferneuerung im Amt für den ländlichen Raum des Kreises in Hofgeismar, moderierte die Veranstaltung.
Einen passenderen Ort für die Preisverleihung habe man nicht aussuchen können, werde doch hier mit dem Gastbetrieb in Eigenregie der Vereinsgemeinschaft bereits seit Jahren bürgerschaftliches Engagement
praktiziert, stellte Liebenaus Bürgermeister Peter Lange fest. Bürgerengagement brauche aber übergeordnete Hilfe, sagte Lange wie auch Ute Rabend aus der Bewertungskommission, die an die kommunalpolitisch
Verantwortlichen appellierte, die Leute nicht zu überfordern.
"Zukünftig werden die Auswirkungen des demographischen Wandels eine zusätzliche Herausforderung für unsere Dörfer darstellen", sagte Nissen. Abnehmende Bevölkerungszahlen sowie mehr alte als
junge Menschen stellten alle vor besondere Aufgaben. Es gehe nicht nur um Wettbewerb und Platzierung, sondern um die Stärkung der dörflichen Identität, des gemeinsamen Zusammenlebens und einer nachhaltigen
Gestaltung des eigenen Lebensraumes.
Dies sei in allen beteiligten Orten auf einem außergewöhnlich hohen Niveau geschehen, stellte Schlitzberger fest, ehe er die Preise an Edith Matthes (Hümme) und Wolfgang Braun (Ehrsten) überreichte. (ziv)
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