|
|
siehe auch “Schlagzeilen unten”
|
|
Jahr
|
Ereignis
|
|
nach oben
|
ab 1800
|
|
1802
|
Der Landgraf Wilhelm IX. von Hessen besetzt das Amt Naumburg (einschließlich der Dörfer Altendorf und Altenstädt). Die Landbesetzung wird am 25.
Februar 1803 durch Bestimmungen der außerordentlichen Reichsdeputation als Entschädigung für den linksrheinischen Verlust der Niedergrafschaft Katzenelnbogen (St. Goar und Reinfels) anerkannt und
bestätigt.
|
|
1803
|
Der Reichsdeputationshauptschluß bestätigt die Regelung des Lueneviller Friedens vom 9.2.1801 mit dem Zuspruch des mainzischen Amtes Naumburg an
das Land Hessen. Naumburg, Altendorf und Altenstädt werden damit hessisch.
|
|
1805
|
Besitzstreit um drei Kirchenstände zwischen den Eheleuten F. Haupt einer- und Heinrich Wilhm und seiner Ehefrau, geb. Gerhold, andererseits.
|
|
1806
|
Die “neue Schule” (heute Teichstraße 2) wird mit einer untersten und obersten Schulstube, gleichzeitig mit “Schulabtritt”, Kuh- und Schweinestall sowie der Lehrerwohnung gebaut. Die baufällige Schule wird bereits 1858 durch eine anderer “neue Schule” ersetzt (Teichstraße 3).
|
|
1807
|
In Altenstädt leben zwei Schutzjuden mit ihren Familien
|
|
|
Spezialbeschreibung des Dorfes Altenstett
|
|
|
“Nota. Nach Bemerkungen der Taxatoren soll vor 60 Jahren beim gehaltenen Grenzzuge ihre Grenzen von der Landwehr beim Lindgen, so über den
Behrstalls hinten beim Heiligen Stein genannt, von da am Wolfsholz herab um die Ecke herum, so die lange Wiese hinauf bis des foßes Loch beim Vierecken Triesch gelegen haben”.”
|
|
|
“Durch das Dorf geht keine Landstraße, aber durch desßen Feldmark oberhalb dem Dorf die sogenannte Korbacher Straße, welche in das Waldeckische
führt und für die Gemeinde von keinem Nutzen ist.” (Altenstädt: 2-Passage)
|
|
1821
|
Große kurhessische Verwaltungsreform: Naumburg gehört nunmehr zur Provinz Niederhessen mit Kreisstadt Wolfhagen.
|
|
1822
|
Justizamt Naumburg wird gebildet, zu dessen Bezirk auch Altenstädt gehört (bis 1867)
|
|
1832
|
Die Lehnspflicht der Bauern wird durch das Ablösungsgesetz aufgehoben, durch das mit Hilfe der neugegründeten Landeskreditkasse in Kassel die
Reallasten mit dem zwanzigfachen Betrag abgelöst werden können.
|
|
|
Bittschrift der Gemeinde Altenstädt (und Dorla) an den Landtag in Kassel um Aufhebung der Besthauptabgabe.
|
|
1838
|
Die Luntzen-Mühle auf dem Weidelshof ist Bannmühle für Altenstädt. Dessen Bewohner sind verpflichtet, ihr Getreide nur in dieser Mühle mahlen zu
lassen.
|
|
1847
|
Die Naumburger Synagogengemeinde, zu der auch Juden aus Altenstädt gehören, erreicht mit 145 Mitgliedern ihre größte Stärke.
|
|
|
Bittschrift der Gemeinde Altenstädt (und Dorla) um Aufhebung der Besthauptabgabe.
|
|
1848
|
Auf Antrag der Gemeinde Altenstädt, dass seit 14 Jahren für den Waldort “Mittelbusch” bestehende Huterecht aufzuheben, sagt Kammerherr Rudolph von
Buttlar ihnen zu, dass der Mittelbusch nach sechsjähriger Hege gehütet werden dürfe.
|
|
1854
|
Die Berechtigung zum Bier-, Branntwein- und Likörausschank in der Gemeinde Altenstädt soll um weitere drei Jahre verpachtet werden
|
|
1858
|
Das zur Schule umgebaute Wohnhaus des Zimmermeisters Martin Hildebrand in der Teichstraße 3 wird in Betrieb genommen.
|
|
1863
|
In Altenstädt sind keine Jüdische Mitbürger mehr wohnhaft (Juden in Altenstädt)
|
|
1873
|
Die ev. Gläubigen spalten sich auf: Neben der reformierten bildet sich die sog. renitente (=Lutheraner) Gemeinde.
|
|
|
Neue Bronzeglocke in der Altenstädter Kirche (siehe 1917+1943 sowie Kirchengeschichte)
|
|
1874
|
Ludwig Saul, seit 1853 Pfarrer in Balhorn und Altenstädt, wird am 25.2.1874 als Anhänger der hessischen Renitenz abgesetzt.
|
|
1875
|
Mit Beginn des Jahres tritt die Markwährung in Kraft; Taler, Silbergroschen und Heller entfallen.
|
|
|
Zweite neue Bronzeglocke in der Altenstädter Kirche (siehe 1917+1943 sowie Kirchengeschichte)
|
|
1879
|
Das Amtsgericht Naumburg wird errichtet, zu dessen Bezirk auch Altenstädt gehört (bis 1945)
|
|
1880
|
”In diesem Jahr wurde der Anfang auf Huteablösung mit der Gemeinde Altenstädt gestellt wegen des so genannten “Zwänger vor Altenstädt”, welches
dahin kam, daß die Gemeinde Altenstädt das Grundstück der Stadt für 180 Mark abkaufte, was jetzt nur der Gemeinde Altenstädt gehört.”
|
|
1883
|
Gründung des Männergesangvereins Eintracht von dem Lehrer Soost
|
|
1885
|
Großbrand im Unterdorf von Altenstädt, 16 Häuser werden vernichtet.
|
|
1887
|
Höfe des Bürgermeisters Riedemann, der Ackerbürger Hamel und Rißler brennen nieder. Die zunächst ebenfalls gefährdeten Höfe der Ackerbauern Briehl und Bettinghausen können vor Übergreifen des Feuers bewahrt werden.
|
|
1893
|
Beim Schneiden des Roggens wird in Altenstädt ein Halm mit 23 Ähren gefunden (1.8.)
|
|
|
Erste Wahlergebnis in Altenstädt:
16 Stimmen für die SPD, 82 für den deutsch-sozialen Kandidaten
|
|
1898
|
Die neue preußische Gemeindeordnung wird eingeführt mit Magistrat, Bürgermeister, Schöffen und Stadtverordneten.
|
|
1899
|
Brand der Schlutz’schen Häuser in der Wolfhager Straße
|